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(Bild von Christine Schmidt auf Pixabay)

Bilderausstellung zur "offenen Kirche" in Saarmund

 

Hallo darf ich zu einer kurzen Reise nach Schottland einladen?
Nein, nein, nicht gleich die Reisepässe zurecht legen!
Einfach ab dem 2. Juli, 15 Uhr in die Saarmunder Kirche kommen!
Dort kann man vom Meeresblick auf eine Schottische Bucht zum Anblick eines Schlosses in Schottland und zum Reiz einer Landschaft jenseits des Tweed flanieren. Auch eine Zeitreise ist möglich. Schottland kann man aus dem Blick Theodor Fontanes in einer Lesung erleben.
Weshalb ich Schottische Landschaften Male?
Warum ich diese Bilder in Saarmund zeige?
Diese und viele andere Fragen können an diesem Tag beantwortet werden.
Die Ausstellung ist auch am 3. Juli, 9. und 10. Juli von 10 bis 16 Uhr zu erleben.
Herzlich Willkommen sagt Cornelia Engelhardt

Kirche auf der Laga in Beelitz – lassen Sie sich einladen!

Die Laga lohnt auf jeden Fall den einen oder anderen Ausflug. Und denken Sie daran, auf der Laga gibt es auch einen Andachtsplatz und einen Kirchenpavillion. An jedem Tag um 12.00 Uhr gibt es dort eine kurze Andacht.

 

 

 

Aus unserem Bereich wird der Gesprächskreis Seddin in der Woche vom 22.­ und 27. August vor Ort sein und sich dem Thema schmecken widmen.

Die Mittagsandacht gestalte ich. Kommen Sie gerne vorbei.
Pf. Roy Sandner

Hinweise zu den Gottesdiensten im Pfarrbereich Saarmund, Neuseddin und Seddin:

Die Gottesdienste finden weiterhin unter den schon gewohnten Coronaregeln statt. Hier die Termine.

Wie weiter in unserer Kirche

unterschiedliche Meinungen zum verabschiedeten Strukturgesetz von Felicitas Wilcke (Mitglied im Gemeindekirchenrat Saarmund und in der Kirchenleitung unserer Landeskirche) und Pf. Roy Sandner

Pro Gesetz – Felicitas Wilcke:

Die Landessynode der EKBO (evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) hat bei ihrer Tagung vom 10.bis 13. November über die Mindestgröße von Kirchengemeinden beraten. Bereits im Frühjahr wurde dazu beschlossen, dass sich Kirchengemeinden zukünftig in größeren Verbünden zusammenschließen müssen, um als Körperschaft des öffentliches Rechts zu wirken. Nun soll festgelegt werden, aus wie vielen Mitgliedern sie mindestens bestehen sollen.
Die Gesetze sollen die Arbeit von Ehrenamtlichen und Beruflichen erleichtern und die Verwaltung vereinfachen. Gemeinschaftliches Arbeiten von stärkeren und schwächeren Gemeinden soll gut umsetzbar werden.
Die Pfarrbereiche sind in den letzten Jahrzehnten größer geworden. In unserer Landeskirche gibt es 1135 Gemeinden. 642 davon haben weniger als 300 Gemeindemitglieder und viele davon liegen in unserem Kirchenkreis. Damit geht viel Energie und Zeitaufwand von Beruflichen und Ehrenamtlichen in diese Kleinteiligkeit. Pfarrpersonen erhalten immer mehr kleine Gemeinden und damit auch GKRs dazu -mit allen finanziellen Folgen.
Zweifstufige Gemeindemodelle bewahren durch die Ortskirchenräte die Verantwortlichkeit am Ort, solidarische gemeinsame Kassen in der Nachbarschaft können ein Stärkung für alle beteiligten Gemeinden sein.
Der Grundansatz der Landeskirche ist solidarisch: Die Berliner Kirchenkreise mit ihren Kirchengemeinden unterstützen schon jetzt, mit wenigen Ausnahmen des sogenannten Berliner Speckgürtels, die ländlichen Kirchenkreise. Solidarisch gehen die Beitragsmittel wie die Kirchensteuer Zwei zu Eins in die Landgemeinden. Auch die Pfarrstellenausstattung ist solidarisch organisiert. Bei verringerten finanziellen Ressourcen und zugleich einem erhöhten administrativen Aufwand als Muss für die Körperschaften verringert sich das Potenzial für die inhaltliche kirchliche Arbeit.
Ein Beispiel: Für jede einzelne Körperschaft des öffentlichen Rechts (Gemeinde) muss eine Umsatzsteuererklärung abgegeben werden beziehungsweise regelmäßig die Befreiung auf Nachweis beantragt und belegt werden. Dabei müssen die Stichtage eingehalten werden. Zudem müssen aus steuerrechtlichen Gründen alle bestehenden gemeinsamen Haushalte, das betrifft vorwiegend Kleinstgemeinden, zum 31. Dezember 2022 wieder voneinander gelöst werden. Alles das und mehr bindet berufliche Arbeitskraft. Die Kosten für die Gebäudeunterhaltung und -bedarfsplanung kommen noch dazu.
Nichts spricht gegen kleine Kirchengemeinden, wenn sie in den Ort ausstrahlen, ihrem Auftrag zu Seelsorge, Verkündigung und Bildung, zum Leben zu helfen, nachkommen, dieses mit Leben füllen. Nur in der Kopplung als Körperschaft sind sie nicht zwingend sinnvoll.
Ganz zentral für das Gemeindestrukturgesetz und das Mindestmitgliederzahlgesetz ist, dass zwischen Kirchengemeinde im Sinne einer Körperschaft und Gemeinde als geistlicher Größe unterschieden wird. Das Gemeindestrukturgesetz bietet gerade Möglichkeiten, wie all das, was die Gemeinde ausmacht, erhalten bleiben kann, zum Beispiel als Ortskirche in einer Gesamtkirchengemeinde. Identifikation mit der Sorge für Leib und Seele der Menschen am Ort, Identifikation mit dem Ort und der dortigen Kirche, das macht Gemeinde aus. Aber diese Identifikation geht für viele Gemeinden nicht allein in der Sorge für die verwaltenden Aufgaben auf. Im Gegenteil.
Eine Stellenreduktion bei Pfarrpersonen wird durch die Gesetze nicht befördert. Diese ergibt sich allein aus den zukünftig geringer zur Verfügung stehenden Mitteln. Ein Pfarrbereich wird jedoch attraktiver, wenn der Anteil an Verwaltungsaufgaben zugunsten der Verkündigung und Seelsorge sinkt.
Es geht darum den Wandel jetzt zu gestalten und perspektivisch weniger Energie und Aufwand in die verwaltende Tätigkeit und damit in die strukturelle Selbstbefassung zu leiten.

Kritisch zum Gesetz – Pf. Roy Sandner:

Unsere Kirche verändert sich mit den Zeiten und muss sich verändern, wenn sie Menschen erreichen und für sie da sein will. Das ist nichts Neues. Es gibt von außen erzwungene große  Umbrüche mit vielen Veränderungen (Stichwort: Untergang der ausdrücklich kirchenkritischen mitunter sogar -feindlichen DDR) und eine sich langsam gleichsam innerlich wandelnde Kirche die ebenfalls Folgen hat (Stichwort: immer weniger Menschen tragen über die Kirchensteuer die kirchliche Arbeit mit). Mit diesen Veränderungen muss die Kirche umgehen, es geht nicht anders.
Über viele Jahrhunderte war der Ort mit einer Kirchengemeinde ein ganz selbstverständlicher Bezugspunkt. Wobei natürlich nicht jeder Ort seinen eigenen Pfarrer hatte. Das war im dünnbesiedelten Brandenburg auch zu den Zeiten nicht möglich, in denen praktisch alle zur Kirche gehörten. Aber, vor Ort konnte man entscheiden, was wichtig ist, sich um Kirche und Friedhof kümmern. Ein Leitungsgremium (der Gemeindekirchenrat) entscheidet, was dran ist. Offziell hat die Gemeinde den Status als "Körperschaft öffentlichen Rechts". Das bedeutet, die Kirchengemeinde handelt wie eine Person. Sie kann ihre Angelegenheit, besonders ihr Geld selbst verwalten, Verträge abschließen, Handwerker beauftragen und bezahlen. Eine große Gemeinde hat oft mehr Geld, als eine kleine. Für einen solidarischen Ausgleich wird gesorgt. Unsere Berlin-Brandenburgische Kirche lebt zum Beispiel in hohem Maße von der Solidarität der Westberliner Gemeinden wo nach wie vor viel mehr junge, arbeitende Menschen in der Kirche sind, als im Osten Berlins und im ländlichen Bereich. Aber das Prinzip blieb: Vor Ort wird entschieden. Und übrigens: ziemlich oft hat man entschieden, sich über Ortsgrenzen hinaus zu einer neuen Gemeinde zu vereinen.
Nun also wird es einen erzwungen großen Umbruch geben. Gemeinden, die weniger als 300 Mitglieder haben müssen sich mit anderen zusammenschließen. Das wird ein schwerer Weg sein. Auch im Bereich Saarmund. Die Kirchengemeinde Saarmund setzt sich auch aus den umliegenden Dörfern zusammen. Hier muss nichts geschehen. Bei Seddin und Neuseddin sieht es schon anders aus. Hier wird es zu einem Zusammenschluss kommen müssen. Wo hier Erleichterungen spürbar werden sollen, weiß ich nicht. Trotz Nähe und guten Kontakten sind die Gemeinden doch sehr unterschiedlich und ich bin froh, in jedem Ort einen Gemeindekirchenrat zu haben, der sich kümmert. Bleiben die engagierten Menschen dabei, oder suchen sie sich andere Aufgaben?
Oder gehen wir gleich noch einen Schritt weiter. Auch das haben wir mit den Nachbarpfarrbereichen (Michendorf, Langerwisch, Stücken, Saarmund) schon erwogen. Man könnte eine Großgemeinde bilden, die von Rieben bis Philippsthal, von Blankensee bis Wildenbruch reicht. Verwaltungsmäßig würde das sicher vieles erleichtern. Aber wer hat Kraft und Lust sich hier einzubringen? Ich fürchte, nicht allzu viele.
Die von der Landessynode beschlossenen Veränderungen betreffen über 600 bisher selbständige Kirchengemeinden. Die Zahl der Kirchengemeinden wird halbiert! In den vorangegangenen Befragungen (auch in unserem Kirchenkreis) waren viele Bedenken aus den betroffenen Gemeinden zu hören. Am Gesetz hat das nichts geändert. Hoffentlich geht das gut. Sonst bremst das Gesetz nicht den Trend zur Kirchendistanz, sondern verstärkt ihn noch.

RSSPrint

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Letzte Änderung am: 01.07.2022